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Fahren bald wieder Nachtzüge von Bern in den Süden?

Heute haben wir den SBB unsere gesammelten Unterschriften für Nachtzüge von Bern nach ganz Europa überreicht. Denn wir brauchen klimafreundliche, erschwingliche Alternativen fürs Reisen und eine gute Vernetzung mit Europa. Armin Weber, Leiter internationaler Personenverkehr der SBB, hat sich darüber gefreut. Und erste Hinweise darauf gegeben, wohin die Reise gehen könnte.

Zug statt Flug

Die SBB freue sich über die Petition, sagte Armin Weber. Man spüre einen starken Zuwachs im internationalen Verkehr - bei den Nachtzügen ab Zürich im ersten Halbjahr +25%. Die SBB ist aktuell mit der ÖBB im Austausch über neue Linien. Falls es gelinge, neue Linien nach Italien und Spanien in Betrieb zu nehmen, würden die Züge über Bern geführt. Neben dem vorhandenen politischen Willen und demjenigen der Bahnen brauche es auch neues Rollmaterial, das momentan in Produktion sei, so Armin Weber heute während der Petitionsübergabe am Bahnhof Bern.
Politisches Zeichen ja, finanzielles Zeichen nein
Bereits in der Septembersession hat der Grosse Rat unsere SP-Motion für mehr Nachtzüge von und nach Bern angenommen. Nur bei der Finanzierung sind wir von der SP im Rat gescheitert. Es sei nicht Aufgabe des Kantons, sich hier finanziell zu beteiligen, hiess es von bürgerlicher Seite. 
Das bedauerte Armin Weber auch gegenüber der Zeitung Der Bund (Link siehe unten). Entscheidender als die Höhe des Beitrags wäre das Signal gewesen, das der Kanton Bern damit Richtung Europa gesandt hätte. Angesichts der strategischen Bedeutung von Nachtzügen für den Kanton Bern werden wir auf diesen Entscheid zurückkommen. Das Geld beispielsweise, welches der Kanton in die Sanierung des Flughafen Belp stecken möchte, wäre in Nachtzügen besser investiert. 
Soziale Alternativen zum Flugzeug bieten
Für den Kanton Bern und die Hauptstadregion sind direkte, internationale Zugverbindungen besonders wichtig. Denn heute ist Bern international nicht gut erschlossen, weil es keinen grossen Flughafen gibt. Das ist für die Bevölkerung, die Wirtschaft und den Tourismus ein Nachteil. Die Antwort darauf kann aber nicht mehr Flugverkehr sein, das wäre schon aus Klimaschutz-Gründen falsch. Die Antwort müssen direkte, internationale Zugverbindungen sein.
Ziel ist, das wir den CO2-Auststoss stark reduzieren können, dass die Leute auf den Zug umsteigen und wir mit unseren europäischen Partnern gut vernetzt sind. Denn die Flugticketabgabe, welche der Ständerat diese Woche beschlossen hat, ist zwar wichtig, aber reicht nicht. Es braucht auch umweltfreundliche, erschwingliche Alternativen zum Reisen. Nachtzüge wären solche Alternativen. Doch seit die SBB ihre Nachtzugverbindungen eingestellt hat, ist Bern von der Nachtzugkarte verschwunden. Nach heute gibt es die berechtige Hoffnung, dass bald wieder Nachtzüge von Bern in den Süden fahren. Wir bleiben auf jeden Fall dran!

Medienberichte
Der Bund, 27. September 2019: Nachtzug bald mit Halt in Bern? 

Darum kandidiere ich für den Nationalrat
Mehr zu meiner Motivation und meine politischen Schwerpunkten findest du hier. 
Am 20. Oktober sind Nationalratswahlen! Ich kandidere auf der Liste 3 der SP Frauen im Kanton Bern.
Ich stehe ein für eine nachhaltige Welt, die nicht auf Profit und Ausbeutung von Mensch und Natur beruht, sondern auf Gleichstellung, Freiheit und Solidarität.
Dafür müssen wir den ruinösen Steuerwettbewerb zwischen den Kantonen und unter den Ländern stoppen. Nur so können wir soziale Gerechtigkeit, Gleichstellung und Umweltschutz verbessern. Nur so können wir den Abbau in der Bildung, der sozialen Sicherheit, der Gesundheit und beim ÖV stoppen. Nur so können wir endlich wieder investieren. Damit sich die Lebensqualität der gesamten Bevölkerung im Kanton Bern, in der Schweiz und weltweit verbessert.
Als Grossrätin mache ich eine Politik, die immer davon ausgeht, dass eine bessere Welt möglich ist. Das braucht Kraft, Energie und den Glauben daran, dass es möglich ist. Ich habe alles davon und möchte es für das Allgemeinwohl einsetzen. 

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